Die Entwicklung von Gefangenenraten in Europa unter besonderer Berücksichtigung der Schweiz

Synopsis

Gefangenenraten gelten oft als Indikator für die Punitivität eines Staates – doch was sagen sie tatsächlich über Strafpraxis und Kriminalpolitik aus? Dieser Beitrag beleuchtet die Thematik im Rahmen eines europäischen Vergleichs mit besonderem Fokus auf die Schweiz. Er schlägt vor, Gefangenenraten nicht isoliert zu betrachten, sondern in Relation zu Inhaftierungsraten, durchschnittlicher Strafdauer und strukturellen Merkmalen der Gefangenenpopulation. Die Schweiz erscheint im Ländervergleich zunächst als moderat, weist jedoch bei genauerer Betrachtung einige auffällige Merkmale auf: eine hohe Quote kurzer Freiheitsstrafen, eine überdurchschnittliche Untersuchungshaftrate und einen hohen Ausländer:innenanteil. Diese Punkte verweisen auf Potenziale für eine differenzierte, stärker menschenrechtsbasierte Strafvollzugspolitik. Damit liefert der Beitrag eine empirisch fundierte Grundlage für ein neues Nachdenken über Freiheitsentzug in der Schweiz.

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Veröffentlicht

Juni 20, 2025

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Zitationsvorschlag

Dünkel, F. (2025). Die Entwicklung von Gefangenenraten in Europa unter besonderer Berücksichtigung der Schweiz. In A. . Isenhardt, I. . Marti, I. Pruin, M. . Richter, & J. . Weber (Hrsg.), Über Mauern blicken - 25 Jahre Forschen im Justizvollzug: Festschrift für Ueli Hostettler zum 65. Geburtstag. BOP Books. https://doi.org/10.36950/edv-umb-2025.04